>Stückholz
- Sie möchten den Anblick von prasselndem Holzfeuer genießen?
- Welche Mengen Holz benötige ich zum Heizen?
- Wie viel Restfeuchte darf mein Holz haben?
- Wie sollte Holz gelagert werden?
- Wie verbrennt Holz?
- Wie heize ich richtig?
- Wie ist das mit der Ökobilanz von Holz?
Sie möchten den Anblick von prasselndem Holzfeuer genießen?
Sicherlich ist Holz zu schade, um es in einem herkömmlichen offenen Kamin zu verfeuern. Dies mag zwar romantisch sein, ist aber ökologisch und ökonomisch nicht sehr sinnvoll. Die Energieausbeute bei einem Kaminofen (auch "Schwedenofen" genannt) ist da schon bedeutend besser: mit einer Heizleistung von 6 bis 10 kW kann ein Kaminofen schon rund 60-90 m² Wohnraum, je nach Isolierung, beheizen. Nun geschieht jedoch folgendes: da in den meisten Fällen der Kaminofen in einem Wohnzimmer oder Wohnküche mit 25-40 m² steht, ist die Strahlungswärme, die nur schlecht regelbar ist, zu hoch: der Raum wird zu warm. Aufgerissene Fenster und Türen lassen dann die wertvolle Energie ungenutzt verschwinden. Ein weiterer Nachteil: unsere Gas- oder Öl-Zentralheizung liefert uns, neben regelbarer Raumtemperatur, auch warmes Wasser - und wer möchte schon im 21.Jahrhundert, sein Badewasser in Metallkübeln auf dem Herd erwärmen? Trotzdem gibt es Alternativen, bei denen der Naturfreund nicht auf die Romantik eines prasselnden Holzfeuers verzichten muss: wassergeführte Kamineinsätze und spezielle Kaminöfen. Diese beheizen nicht nur den Raum, sondern geben neben der Strahlungsenergie warmes Wasser an die Zentralheizung weiter. Mit der Anbindung an den bestehenden Pufferspeicher der Pelletsheizung kann überschüssige Energie zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden - der Kamin muss also nicht permanent befeuert werden, und über die Heizkörper kann das ganze Haus gleichmäßig beheizt werden. Die Einbindung in den geschlossenen Heizkreislauf ist dabei weniger aufwendig, als es zunächst scheint.

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Welche Mengen Holz benötige ich zum Heizen?
Der Heizwert ist je nach Baumart (Nadel- oder Laubbäume) unterschiedlich hoch und liegt im Mittel bei etwa 4,23 kWh/kg lufttrockenem ( ca. 15 - 18 % Restfeuchte) Holz.

1 Raummeter entspricht einem Quader von je 1 Meter Kantenlänge (1x1x1mtr) aufgeschichtetem Holz und ist das übliche Verkaufsmaß für Brennholz. Da sich zwischen den aufgeschichteten Holzstücken verschieden große Lufträume befinden, entspricht das tatsächliche Volumen an massivem Holz nur ca. 0,7 - 0,8 m³. 1 Raummeter (Restfeuchte ca. 20 %) entspricht ca. 200 Liter Heizöl oder 200 m³ Erdgas. Brennholz sollte in jedem Fall nach seinem Volumen und nicht nach Gewicht gekauft werden. Frisch geschlagenes Holz enthält noch viel Wasser und ist dadurch zunächst schwerer. Nach der Lufttrocknung sind Gewichtsveränderungen bis zu 40 % keine Seltenheit. Das Volumen ändert sich jedoch auch nach der Lufttrocknung kaum (ca. 8-10%).

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Wie viel Restfeuchte darf mein Holz haben?
Frisches Holz ist wegen des hohen Wassergehaltes als Brennstoff ungeeignet, es muss erst zur Verbrennung aufbereitet werden. Dies geschieht durch Lufttrocknung, bei der das Holz entwässert wird. Nach dem 1. Jahr Lagerung bzw. Lufttrocknung sind noch ca. 20-25 % Restfeuchte im Holz vorhanden. Mit dem bloßen Auge ist die Restfeuchte allerdings nicht zu erkennen. Lagern Sie daher Ihr Holz lieber über einen längeren Zeitraum, da zu hohe Restfeuchte nicht nur den Heizwert senkt, sondern auch die Feuerraum- und Abgastemperatur verringert. Eine zu hohe Restfeuchte im Holz ist auch immer wieder die Ursache dafür, dass sich bei der Verbrennung die mit Wasserdampf vermischten Teerdämpfe im Kessel und Schornstein als Glanzruß niederschlagen. Hierdurch wird auch der CO2-Wert gesenkt und die CO-Ausscheidung begünstigt. Ein weiterer unangenehmer Nebeneffekt ist, dass die zu hohe Restfeuchte den Taupunkt der Abgase reduziert und damit die Gefahr der Schornsteinversottung steigt. Bitte beachten Sie daher:

Lagern Sie Ihr Holz lange genug ab, bevor Sie es verheizen, denn so entlasten Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch unsere Umwelt.

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Wie sollte Holz gelagert werden?
Nur gebrauchsfertiges (zersägt und gespaltenes) Holz lagern, da es so schneller trocknen kann. Stapeln Sie das Holz kreuzweise, zum Beispiel unter einem überstehenden Dach. So ist es vor direkter Durchnässung geschützt und die Luft kann durch alle Schichten zirkulieren. Legen Sie stets einen so großen Vorrat an, dass für das frische Holz genügend Zeit zur Trocknung bleibt. Nach einer Empfehlung des Zentralinnungsverbandes des Schornsteinfeger-Handwerks sollten folgende Trocknungszeiten eingehalten werden: Pappel und Fichte müssen vor der Verbrennung mindestens 1 Jahr gelagert werden. Linde, Erle und Birke vor der Verbrennung mindestens 18 Monate lagern. Buche, Eiche, Esche und Obstbaum dürfen frühestens nach 2-jähriger Lagerung zum Heizen eingesetzt werden. Da der tatsächliche Restfeuchtegehalt mit bloßem Auge nicht sichtbar ist und nur mit teuren Messgeräten ermittelt werden kann, empfiehlt sich unabhängig von der verwendeten Holzart eine mindestens 2-jährige Lagerung.

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Wie verbrennt Holz?
Die Verbrennung von Holz geschieht im wesentlichen in zwei Phasen: Erstens der Erwärmung und Trocknung und zweitens der Entgasung durch thermische Zersetzung. Die durch die Rauchgase oder Strahlung übertragene Wärme erhöht die Temperatur des eingebrachten Holzgutes. Aufgrund der Porigkeit erwärmt sich dieses von außen nach innen relativ gleichmäßig, so dass die Restfeuchte entzogen werden kann. Durch diese Trocknung schwindet das Holz und am Rand kommt es zu Rissen, die wiederum die Trocknung des Kerns beschleunigen. Diese Rissbildung erkennen Sie durch das typische Prasseln, Knistern und Herausplatzen von Holzteilen (besonders bei harzhaltigen Nadelhölzern!). Nach der Trocknung wird das Holz bei ca. 100 °C entgast, der im Holz gebundene Sauerstoffgehalt (ca. 44%) entweicht und die festen Bestandteile des Holzes werden verflüssigt und anschließend verdampft. Nach Erreichen der Entzündungstemperatur von ca. 240 °C setzt dann die Flammenbildung ein. Das Holz wird nun immer weiter erwärmt, so dass die flüchtigen Bestandteile bei ca. 800 °C völlig verbrannt sind. Die so entstandene glühende Holzkohleschicht wird dann durch die heißen Brenngase fast vollständig zersetzt. Dank dieser guten Zersetzung liegt der Aschegehalt auch nur bei ca. 1 % der Holzmasse. Die Asche enthält einen hohen Anteil an Kaliumcarbonat, besser bekannt als Pottasche, die sich gut als Düngemittel im eigenen Garten verwerten lässt.

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Wie heize ich richtig?
Brennstoffvorbereitung: Beachten Sie, dass nur etwa unterarmstarkes Holz einen guten Ausbrand hat. Auch Rundhölzer, seien sie noch so klein, sind unbedingt zu spalten. Beachten Sie auch die Größe bzw. max. Länge der Holzscheite, wie sie in Ihrer Heizanleitung stehen. Anheizen: Stellen Sie, soweit vorhanden, die Anheizklappe ganz auf. Schichten Sie nun dünnes Anfeuerholz locker in den Feuerraum und zünden Sie es mit Hilfe von etwas Hobelspänen, Holzwolle oder Zeitungspapier an. Das funktioniert wunderbar, probieren Sie es einmal aus. Die Feuerraumtür bleibt jetzt noch geöffnet. Dauerbrand: Hat das Holz gut durchgezündet (Grundglut), können Sie nun die eigentlichen Holzstücke - wieder gut geschichtet - einlegen. Die Feuerraumtür kann jetzt geschlossen werden. Je nach Abbrandverhalten des Holzes kann durch Drosseln oder Freigeben der Verbrennungsluft die Feuerung beeinflusst werden. Beachten Sie hierbei, dass die für die Holzverbrennung notwendige Verbrennungsluft erst gedrosselt wird, wenn nur noch Holzglut vorhanden ist. Säuberung: Wie bereits erwähnt, erzeugt Holz weniger als 1 Prozent Asche. Innerhalb der Heizperiode ist es jedoch wichtig, je nach Benutzung, einige Male den Feuerraum von der Asche zu befreien und zu reinigen.

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Wie ist das mit der Ökobilanz von Holz?
Besonders in der Diskussion um die Reduzierung der CO2-Emissionen ist es wichtig, die verschiedenen Energieträger auf ihre "Ökologische Bilanz" hin zu untersuchen. Betrachten wir daher den Naturstoff Holz einmal in seinem gesamten Kreislauf. Während des Wachstums entnimmt die Pflanze (Baum) dem Boden und der Luft die notwendigen Nährstoffe. So entzieht sie dem Boden Wasser und verschiedene Mineralien, der Luft das oft zitierte Kohlendioxid (CO2). Mit Hilfe der Sonnenenergie bzw. des Sonnenlichts werden diese Stoffe in einem komplizierten chemischen Prozess umgewandelt und die bekannten Produkte wie Zellulose und Lignin aufgebaut. Durch die Verbrennung der Holzsubstanz wird dieser Vorgang quasi umgekehrt, denn es werden hierbei die Bestandteile wie Wasser und CO2 wieder abgegeben. Die Bilanz ist also gegenüber anderen Energieträgern im wesentlichen ausgeglichen. Es wäre allerdings vermessen zu behaupten, dass Holz ohne jedwede Rückstände verbrennen würde. Diese Emissionen werden in der Hauptsache bei einer unvollständigen Verbrennung, d.h. bei Verbrennungs-Luftmangel verursacht, so dass z.B. Teer, Glanzruß, Säuren und Kohlenmonoxid (CO) entstehen können - daher haben moderne Festbrennstoff-Heizkessel ein ausgefeiltes System für Primär- und Sekundärluftführung - dies garantiert einen optimalen Abbrand. Übrigens, auch wenn das Holz im Wald verrottet, werden diese Substanzen, wenn auch in einem längeren Zeitraum, wieder an die Umwelt abgegeben. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass im Jahre 1999 der verfügbare Holzbestand nur zur etwa 60 % genutzt wurde! Und noch ein entscheidender Vorteil: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und steht praktisch vor unserer Haustüre. Eine nachhaltige Brennholz-Ernte ist dabei kein Raubbau am Wald: ein gepflegter, durchforsteter Wirtschaftswald ist viel gesünder als ein Urwald, dessen Bäume im Ausscheidungskampf untereinander stehen und in dem das Holz verfault.

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